SBK Siemens Betriebskasse

Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) ist mit fast 1,1 Millionen Mitgliedern eine der größten Betriebskrankenkassen Deutschlands. Nach ihrer Gründung im Jahr 1908 versicherte sie ausschließlich Angestellte des Siemens-Konzerns sowie deren Familie. Der SBK war die Gesundheit ihrer Angestellten sehr wichtig. Seit 1999 hat sich die SBK auch für Mitglieder, die nicht bei Siemens arbeiten, geöffnet.

Merkmale und Leistungen der SBK

  • 1,1 Millionen Versicherte
  • 94 Geschäftsstellen
  • 1.500 Mitarbeiter

In Deutschland ist die Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Jeder, der nicht privat versichert ist, ist Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle gesetzlichen Krankenversicherungen bieten identische Grundleistungen an. Das Gesetz schreibt vor, dass jeder Mensch mit einer körperlichen oder geistigen Krankheit, ein Recht auf ärztliche Untersuchung und Behandlung hat. Die Methoden müssen stets erprobt und möglichst günstig sein. Was die Grundleistungen betrifft, sind folglich alle Krankenkassen gleich.

Ein Krankenkassenvergleich zeigt aber schnell, dass sich Beiträge und Leistungen der einzelnen Kassen teils stark voneinander unterscheiden. Der Preisunterschied kommt aufgrund der unterschiedlichen Zusatzbeiträge zustande. Die Leistungen unterscheiden sich, weil die Krankenversicherer Zusatzleistungen anbieten können, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

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Es lohnt sich, die Leistungen zu vergleichen, um den Versicherungsschutz zu bekommen, den man auch tatsächlich braucht. Die Krankenkasse zu wechseln ist kein Problem. Das ist stets nach 18 Monaten Mitgliedschaft möglich oder auch früher, sollte die Versicherung die Zusatzbeiträge erhöhen.

SBK bietet derzeit (2020) folgende Zusatzleistungen

  • Brustkrebsfrüherkennung (separate vertragliche Vereinbarung)
  • Darmkrebsfrüherkennung: Darmspiegelung für Frauen unter 55, Männer unter 50 Jahren (separate vertragliche Vereinbarung, regional)
  • Darmkrebsfrüherkennung: Immunologischer Stuhltest unter 50 Jahre (separate vertragliche Vereinbarung, regional)
  • Erweiterte Jugenduntersuchung (separate vertragliche Vereinbarung)
  • Hautkrebsfrüherkennung (mehrmals)
  • Impfungen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus
  • Medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten
  • Weitere Vorsorgeuntersuchungen
  • Erweiterte Leistung bei Schwangerschaft und Geburt (Gesamtbudget)
  • Rufbereitschaftspauschale für Hebammen
  • Zusätzliche häusliche Krankenpflege
  • Keine Mehrkosten bei freier Krankenhauswahl
  • Rooming-In bei Kindern im Krankenhaus
  • Patientenschulungen (separate vertragliche Vereinbarung)
  • Sportmedizinische Untersuchung

Geschichte der SBK

Bis zum Jahr 1999 war die SBK eine Betriebskrankenkasse für die Angestellten des Siemens-Konzerns. Gegründet wurde sie im Jahr 1908 als „Betriebs-Krankenkasse der Vereinigten Siemenswerke“. Im Grunde sah sich das Unternehmen als eine Art Familie an. Die Leitung waren sozusagen die Eltern und die Angestellten die Kinder, um die es sich zu kümmern galt.

Früher war das Gesundheitssystem deutlich schlechter als heute und auch die Krankheitsgefahr war höher. Umso wichtiger war es Siemens, seine Arbeiter nicht nur bei Laune, sondern auch bei Gesundheit zu halten. Das galt natürlich auch für die Familien der Angestellten. Die Beiträge der damaligen SBK waren höher als die der meisten Krankenkassen. Dafür waren auch die Leistungen deutlich besser. Beiträge und Leistungen wurden zwischen dem Unternehmern und Vertretern der Versicherten besprochen.

Seit 1999 nimmt die Betriebskrankenkasse bundesweit Mitglieder auf, nicht nur Angestellte des Siemens-Konzerns.

Adresse und Kontakt der SBK

SBK Siemens-Betriebskrankenkasse

In den Seewiesen 26

89520 Heidenheim

Tel.: 089 62700-0

Fax: 089 62700-102

Web: https://www.sbk.org/

E-Mail: info@skb.org