KKH Kaufmännische Krankenkasse

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse gehört mit rund 1,7 Millionen Versicherten zu den größeren Krankenkassen in Deutschland. Die KKH wurde im Jahr 1890 gegründet und kann auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Mittlerweile beschäftigt die KKH knapp 3.900 Angestellte und ist in 110 Servicestellen für ihre Versicherten da.

Merkmale und Leistungen der KKH

  • 1,7 Millionen Versicherte
  • 3.900 Angestellte
  • 110 Servicestellen
  • 6 Milliarden Euro Haushaltsvolumen

Im deutschen Gesundheitssystem kann jeder Mensch bei geistiger oder körperlicher Krankheit einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Arzt und Krankenversicherung rechnen die Kosten automatisch miteinander ab. Damit das System bezahlbar bleibt, soll die Behandlung von gesetzlich Krankenversicherten möglichst bewährt und günstig sein. Die Grundversorgung ist bei allen Krankenkassen gleich. Demnach könnte es egal sein, ob man bei der KKH, der Barmer, der TK etc. versichert ist. Die Grundleistungen sind gleich.

Allerdings dürfen die gesetzlichen Krankenkassen freiwillige Zusatzleistungen anbieten und bessere Leistungen anbieten zu können, als sie es vom Gesetz her müssten. Allein deswegen lohnt sich ein Krankenkassenvergleich, denn anhand der Zusatzleistungen kann man erkennen, welche die für einen persönlich beste Krankenversicherung ist. Vielleicht findet man auch eine Versicherung mit gleichen Leistungen, dafür aber einem geringeren Zusatzbeitrag. Auch in diesem Fall kann ein Wechsel der Krankenkasse sinnvoll sein.

Die KKH bietet derzeit (2020) folgende Zusatzleistungen:

  • Brustkrebsfrüherkennung (Regional)
  • Erweiterte Jugenduntersuchungen
  • Erweiterte Kostenübername für Sehhilfen (Zuschuss im Bonusprogramm möglich)
  • Erweiterte Leistung bei Schwangerschaft und Geburt
  • Erweiterter Anspruch auf Künstliche Befruchtung
  • Hautkrebsfrüherkennung (mehrmals)
  • Impfungen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus
  • Keine Mehrkosten bei freier Krankenhauswahl
  • Medizinische Vorsorgeleistungen an Kurorten
  • Patientenschulungen
  • Rooming-In bei Kindern im Krankenhaus
  • Rufbereitschaftspauschale für Hebammen
  • Sportmedizinische Untersuchung (Zuschuss im Bonusprogramm möglich)
  • Vorsorgeleistungen unter 35 Jahre für mehr als die einmalige gesetzliche Kostenübername (Zuschuss im Bonusprogramm möglich)
  • Weitere Vorsorgeuntersuchungen

Geschichte der KKH

Die Geschichte der KKH Kaufmännische Krankenkasse begann am 19. Oktober 1862. Eine geschlossene Gesellschaft aus kaufmännisch Angestellten gründete den „Kaufmännischen Verein zu Halle“. Ziel des Vereins war unter anderem die Bildung eines Fonds, in den die Mitglieder einzahlen und als Gegenleistung im Notfall finanzielle Hilfe zu bekommen.

Es war dabei nicht das Ziel, Investitionen abzusichern. Vielmehr ging es um gesundheitliche Hilfe. Wer als Mitglied einen Arzt aufsuchte bekam für die Behandlung Geld aus dem Fonds. Das Angebot scheint recht großzügig für die damalige Zeit. Die KKH hat auf ihrer Website einen passenden Vergleich angestellt: Mitglieder konnten für bis zu sechs Monaten jeden Monat bis zu zehn Taler bekommen. Damals war ein Taler drei Mark wert. Für ein Kilo Kartoffeln zahlte man zu dieser Zeit 0,07 Mark.

Mit der Zeit reifte die Idee, eine Krankenkasse zu erschaffen. Am 10. März 1890 erblickte dann der „Kranken- und Begräbniskasse des Kaufmännischen Vereins zu Halle/Saale“ das Licht der Geschäftswelt. Alles fing mit 80 Mitgliedern an. 1892 waren es schon 500 Mitglieder. Heute zählt die KKH knappe 1,7 Millionen Versicherte.

Kontakt und Adresse der KKH

KKH Kaufmännische Krankenkasse

30125 Hannover

Tel.: 0800 55 48 64 05 54

Web: https://www.kkh.de/

E-Mail: service@kkh.de